Julian Heuser


CV/Press

 

Allumfassend zieht Julian Heuser den Betrachter mit seinen raumgreifenden Installationen, Malereien und Objekten in den Bann. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit dem Spiel von Wahrnehmung, der Irritation über Wirklichkeit und Traum und dem Vermitteln und Auslösen von starken Emotionen.

Während seine Formen der Fragestellungen tief in der Geschichte der Kunst verankert sind, auf die Sprache eines Hieronymus Bosch genauso zurückgreifen wie auf die Verschränkungen so manches Surrealisten oder optische Experimente der Renaissance-Meister (Stichwort Anamorphose) neu interpretieren, ist Heusers Handwerkszeug im ersten Schritt die digitale Bandbreite an Möglichkeiten. „Photoshop ist beispielsweise mein Akkubohrer für die Farbjustierung“, erklärt er. Aber auch 3D-Drucker und Simulationsprogramme macht er sich zunutze. Das freie Arbeiten ist einfach schneller geworden dadurch. Vielleicht auch ein bisschen mutiger.

Seltsame Wesen tauchen wie Akteure in einem Stück auf. Wie Anhäufungen von etwas sind sie undefinierbar und weder Objekt noch Subjekt, sondern irgendetwas dazwischen. Das „Dazwischen“ ist auch die Bühne, auf der sich diese Gestalten am liebsten tummeln. Julian Heuser agiert zwischen Traum und Wirklichkeit. Der Wachtraum ist der Zustand, den seine Arbeiten immer wieder nachempfinden und den er den Betrachter durchleben lässt. Die Irritation über die Wirklichkeit in der wir leben, das Abgleiten in die Fiktion sind für ihn Mittel, den Betrachter mit Leib und Seele ins Kunstwerk zu holen. Er soll die Unsicherheit über das Jetzt und Hier und die Ohnmacht über das Geschehen genauso spüren können wie der Künstler selbst.

Heuser wendet sich in seiner Malerei gegen die Kälte. Er möchte den Betrachter berühren, ins Geschehen holen, persönlich ansprechen. Das geht für Heuser nur, wenn er seine eigenen Emotionen mit einfließen lässt. „Wenn ich nichts fühle, kann ich nicht malen“.

Julian Heuser captures the spectator’s imagination with his extensive installations, paintings and objects. His works focus on the interplay of perception, the irritation of reality and dream, just as on mediating and triggering strong emotions.

His forms of questioning are deeply rooted in the art history. They fall back on the language of a Hieronymus Bosch, as well as on the interlacing by some surrealists. Also they reinterpret optical experiments of the great renaissance painters (anamorphosis). However in the first step Heuser’s tools are the digital possibilities. “Photoshop for instance is my rechargeable driller for color adjustments”, he explains. He also uses 3D printer and simulation programs. As a result the free work has become faster. Perhaps a little bolder, too.

Strange beings appear like actors in a play. They are indefinable and neither object nor subject, but something in between, like accumulations of something. The “in-between” is also the stage on which these shapes stay preferably. Julian Heuser acts between dream and reality. The daydream is the state, which his works permanently recreate and which he lets the spectator go through. The irritation about the reality we live in and the sliding into fiction are ways for Heuser, to get the spectator into the artwork with heart and soul. The viewer should sense the same insecurity about the here and now and the same powerlessness about what is happening like the artist himself.

Heuser takes a stand against the cold. He wants to touch the viewer, address him personally. This only works for Heuser, if he slips in his own emotions. “If I don’t feel anything, I’m not able to paint”.

Geht in meine Therapiestunde

2017
Öl, Lack und Acryl auf Leinwand
190 × 140 cm

Julian-Heuser_Geht-in-meine-Therapiestunde

Hat verstanden

2017
Öl, Lack und Acryl auf Leinwand
190 × 140 cm

Julian-Heuser_Hat-verstanden

Komisch anatomisch

2017
Öl, Lack und Acryl auf Leinwand
120 × 100 cm

Julian-Heuser_Komisch-anatomisch

Frozen Jogurt

2017
Öl, Lack und Acryl auf Leinwand
115 × 95 cm

Julian-Heuser_Frozen-Jogurt

Verdruffte malt man nicht

2017
Öl, Lack und Acryl auf Leinwand
210 × 140 cm

Julian-Heuser_Verdruffte-malt-man-nicht

Bei Nässe glitschig

2017
Lack und Acryl auf Leinwand
210 × 140 cm

Julian-Heuser_Bei-Nässe-glitschig

Der Klassenkamerad

2016
145 × 105 cm
oil, acryl on canvas

Julian-Heuser_Der-Klassenkamerad

Der Spielgefährte

2016
145 × 105 cm
oil, acryl on canvas

Julian-Heuser_der_spielgefährte

Ein verhängnisvoller Fetisch Teil 1

2017
Öl, Acryl auf Leinwand
120 × 80 cm

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Schulden

2017
180 × 180 cm
oil, acryl on canvas

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Aus der Traum

2016
135 × 165 cm
oil, acryl on canvas


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