Crush

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Ausstellung mit Werken von Witalij Frese, Marianna Ignataki, Atis Jākobsons, Artor Jesus Inkerö, Laura Könönen, Alana Lake, Barbara Lüdde, Janne Räisänen, Anne Tompuri und Aki Turunen.

Crush ist eine Ausstellung über Begehren und queere soziale Ausgrenzung, in der die vielfältigen Bedeutungen des Wortes erforscht werden. Bei Crush geht es nicht nur um das Gefühl von Lust und Leidenschaft, sondern auch um das Gefühl, erdrückt, zurückgewiesen und ausgestoßen zu werden – eine Erfahrung, die LGBTQI+-Gruppen so oft machen.

Ablehnung beeinträchtigt unser Selbstwertgefühl und kann zu einer Reihe von überwältigenden Gefühlen wie Schmerz, Wut und Enttäuschung führen, da sie unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit destabilisiert. Es ist daher nicht verwunderlich, dass frühere abwertende Begriffe wie Schwuchtel, Lesbe oder Queer wieder aufgegriffen wurden und zur Identifizierung von Personengruppen verwendet werden, um ein Gefühl der Zugehörigkeit und Gemeinschaft zu schaffen und sich gegen Intoleranz und Vorurteile zu wehren. Queer ist im weitesten Sinne ein Begriff geworden, der eine von der Norm abweichende Lebensweise bezeichnet. Er zelebriert die Vielfalt und stellt sich gegen konservative Strukturen in unserer Gesellschaft.

In diesem Sinne erkundet Crush einige queere Perspektiven, die aus einem Ort der Furcht und Angst geboren wurden, und blickt dennoch in eine Zukunft der Verbundenheit. Es ist eine Ausstellung über das Verlangen – das Verlangen, sich zu verbinden und akzeptiert zu werden.

Crush wird von der britischen Künstlerin Alana Lake kuratiert, die derzeit in Berlin lebt und arbeitet. Lake studierte an der Royal Academy of Arts in London. Crush ist eine Erweiterung ihres laufenden Forschungsprojekts Pleasure Drive, das die Beziehung zwischen Kunst und Psychoanalyse untersucht.

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